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Aus der Arbeit

T. (16): Wenn aus Anpacken Selbstvertrauen wird

Verfasser: Julien Funck — Pädagogische Leitung 3 Min Lesezeit
Jugendlicher mit Schutzbrille und Handschuhen beim Schleifen eines Gartenstuhls im sonnigen Garten

T. hat in den vergangenen Tagen genau solche Momente erlebt. Gemeinsam wurde geplant, vorbereitet und angepackt. Im Garten entstand aus einer einfachen Idee ein kleines Projekt: Möbel aufbauen, mit Werkzeug arbeiten, Verantwortung übernehmen und am Ende sehen, was durch die eigene Arbeit entstanden ist.

Für T. war es mehr als nur eine handwerkliche Aufgabe. Es ging darum, dranzubleiben, sich auszuprobieren, Frust auszuhalten und stolz auf das eigene Ergebnis zu sein. Schritt für Schritt konnte er erleben, dass Geduld, Konzentration und Einsatz zu etwas Sichtbarem führen.

Gerade in der einzelpädagogischen Arbeit sind solche Erfahrungen besonders wertvoll. Viele junge Menschen bringen Erlebnisse mit, die ihr Vertrauen in sich selbst und andere erschüttert haben. Umso wichtiger ist es, ihnen sichere Räume zu geben, in denen sie neue Erfahrungen machen dürfen: nicht bewertet, sondern begleitet; nicht gedrängt, sondern ermutigt.

T. zeigte dabei viel Motivation und Freude. Mit Schutzbrille, Handschuhen und Werkzeug in der Hand wurde aus einer Aufgabe ein echtes Erfolgserlebnis. Am Ende stand nicht nur ein aufgebautes Möbelstück im Garten, sondern auch ein Moment von Selbstwirksamkeit: Ich habe das gemacht.

Solche Alltagserfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit bei Horizont Jugendhilfe. Wir möchten jungen Menschen nicht nur Struktur und Sicherheit geben, sondern ihnen auch zeigen, dass sie Fähigkeiten besitzen, Verantwortung übernehmen können und ihren eigenen Weg gestalten dürfen.

Denn manchmal beginnt Entwicklung genau dort: im Garten, mit einem Werkzeug in der Hand, einem Lächeln im Gesicht — und dem Gefühl, etwas geschafft zu haben.